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Yuan-Abwertung belastet Agrarmärkte

So manche Exporthoffnung könnte sich zerschlagen.

Die erneute Abwertung des chinesischen Yuan sorgt für Unruhe an den Agrarmärkten, denn sie könnte ein Zeichen für die sinkende Nachfrage nach Agrarprodukten in der Volksrepublik sein. Da Importe von Agrarrohstoffen durch die schwächere Landeswährung teurer werden, könnte China als einer der weltweit größten Abnehmer von Agrarprodukten weniger Waren kaufen.

 China selbst will mit der Abwertung des Yuan die eigenen Exporte ankurbeln und die heimische Wirtschaft stärken, berichtet Dow Jones News.

Sorgen um ihren zukünftigen Absatzmarkt machen sich auch Düngemittel- und Ethanolhersteller wie ADM oder Green Plains. Sie fürchten, dass neben den reinen Agrarprodukten auch die Beiprodukte aus der Ethanolherstellung, wie das Futtermittel DDGS, in China zukünftig weniger gefragt sein könnten. Der internationale Brauereikonzern Anheuser-Busch InBev muss in China nun rund 2% mehr für importierte Gerste bezahlen, schätzt Trevor Stirling, Analyst bei Bernstein Research. Diese steigenden Kosten machen es den Brauereien in China zusätzlich schwer, die ohnehin mit sinkenden Verkaufszahlen zu kämpfen haben. Der CEO von AB InBev, Carlos Brito, hofft jedoch auf steigende Zahlen für das zweite Halbjahr. Im vergangenen Jahr habe China zu rund 3,9% des EBITDA von AB InBev beigetragen, teilte eine Sprecherin des Konzerns außerdem mit. Die Auswirkungen der Abwertung seien daher "relativ gering", sagte sie.

Viele chinesische Firmen nutzten zudem bislang Rohstoffe wie Sojabohnen, Kupfer oder Eisenerz als Sicherheit für ihre Bank, um von den günstigen Zinsraten an den internationalen Märkten zu profitieren und so die hohen Zinssätze in China zu umgehen. Diese Finanzierungen brauchen aber eine stabile Inlandswährung. Die Abwertung des Yuan macht solche Deals daher deutlich schwieriger, sagt Nicholas Johnson vom Finanzdienstleister PIMCO. "Niemand wird eine solche Art von Finanzierung eingehen, wenn die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Abwertung besteht."

Erstellt am 15.8.2015

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