Sieger des Bewerbs "novum buche" stehen fest
190 Einreicher in zwei Kategorien, das ist die erfreuliche Bilanz von "novum buche ". Dieser Designwettbewerb, der vom Fachverband der Holzindustrie und der Landwirtschaftskammer Österreich ausgeschrieben wurde, verfolgt das Ziel, neue Ideen und Anwendungsbereiche für die Rotbuche zu finden.
"Wir wollen mit diesem Wettbewerb neben der Unterstützung von neuen Designs vor allem die Wertschöpfung in den heimischen Wäldern steigern ", betonte Vizepräsident Johann Resch, Vorsitzender des Forstausschusses der LK Österreich. Die Sieger wurden nunmehr im MuseumsQuartier Wien bekannt gegeben, sie zeigen, dass die Neuinterpretation von Klassikern und der Umgang mit traditionellen Technologien ganz bestimmt nicht von gestern sind.
Das Interesse unter den Designern an dem Bewerb war groß, es nahmen 160 nationale und internationale Projekte am Wettbewerb in der Kategorie "Produktfindung " teil. Nach der Siegerprämierung in der Kategorie "Objektfindung " wurden gestern auch die Gewinner des Produktfindungs-Bewerbes bekannt gegeben.
Die Entscheidung der Jury für den ersten Platz fiel mit "FantasyLine® " auf die Neuinterpretation der Massivholzdiele. Johann und Oliver Schweitzer (Sperrholz Schweitzer GmbH) ist es dabei gelungen, die natürlichen Vorteile der Buche wie Struktur und Farbe zu unterstreichen und bisherige Nachteile wie Schwind- und Quellverhalten durch das anspruchsvolle Herstellungsverfahren zu bewältigen.
Platz 2 sicherte sich das Duo Fabian Bartelt und Ferdinand Pechmann mit der Stehlampe "Lux Fargus ". Ein leicht anmutendes und zeitgemäßes Produkt, so lautete das Urteil der Jury. Es handle sich um ein Musterbeispiel für den Einsatz gebogener Buche in der Produktgestaltung. Mit "Woody one " belegt die Rückbesinnung auf einen Klassiker der Bugholztechnologie den 3. Platz. Der Designstuhl von Angelika Ebster und Berthold Mursch überzeugte mit der Idee, das Profil in zwei Hälften aufzuspalten. Die Jury vergab auch einen Anerkennungspreis, der an das Projekt BL 2.0 von Gary Summer ging. Die Lampe, die einer angriffslustigen Kobra gleicht, beweist die einzigartige Biegsamkeit des massiven Werkstoffs Buche.
Wichtiger Impuls für die Branche "Wettbewerbe wie "novum buche " sind für die Forst- und Holzwirtschaft ein wichtiger Impuls ", erklärte Karl Polz, Sprecher der österreichischen Laubholzsäge-Industrie. "Die Bedeutung der Buche darf in Österreich nicht unterschätzt werden. Sie ist die zweithäufigste Nutzbaumart und zu 90% ein Exportartikel für die weltweite Möbelindustrie. Die rund 150 österreichischen Laubholzsäger haben den Umgang mit diesem Rohstoff perfektioniert, aber das alleine reicht nicht aus. Es braucht frische Ideen im Umgang mit diesem Werkstoff und daher war dieser Wettbewerb ein wichtiger Schritt zur Bewusstseinsbildung ", so Polz.
Montecuccoli: Wertholzanteil steigern Die vermehrte Nutzung der Rotbuche und vor allem der nachhaltige Einsatz von Wertholz ist auch den Forstbesitzern ein Anliegen. "Die Rotbuche lief Gefahr, aus der Mode zu kommen ", unterstrich Felix Montecuccoli, Präsident der Land &Forst Betriebe Österreich. Dabei sei das Holz mit den unterschiedlichen Färbungen so vielseitig einsetzbar. "Die Aufgabe von uns Forstbesitzern ist es, den Wertholzanteil zu steigern und hier sind wir auf einem guten Weg. Die nachhaltige Bewirtschaftung der Buchenwälder ist mir ein wichtiges Anliegen und Wettbewerbe wie "novum buche " bestärken mein Bestreben ", sagte der Präsident.
Welchen Stellenwert die Buche unter heimischen Designern und Produktentwicklern hat, zeigte die rege Teilnahme am Wettbewerb. Die eingereichten Projekte zeugten von großer Ideenvielfalt und überraschten mit der einen oder anderen Anwendung. "Es war erstaunlich, was Design-Kollegen und Studenten alles mit diesem Werkstoff angestellt haben. Von Wandverkleidungen bis Kinderwiegen war alles dabei. Das machte die Entscheidung nicht leichter, aber jedenfalls spannender. Positiv ist, dass sich viele auch auf die Besonderheiten der Buche eingelassen haben und nicht einfach einen Entwurf oder einen Werkstoff vereint haben ", resümierte Juryvorsitzender Martin Ballendat.
Ausstellung zum Wettbewerb Die spannendsten 50 Einreichungen sind noch bis zum 25.05.ausgestellt. Die Präsentation kann von Mittwoch bis Freitag jeweils zwischen 10.00 und 18.00 Uhr und samstags sowie sonntags zwischen 11.00 Uhr und 18.00 Uhr im Designforum Wien, MQ Museumsplatz 1, besichtigt werden, der Eintritt ist frei.
Quelle: aiz




















