Niederlande: Lage der Schweinehalter verbessern
Die niederländische Wertschöpfungskette Schwein muss sich auf die Bedürfnisse der Nordwesteuropäischen Verbraucher konzentrieren. Dies erfordert eine nachhaltige Produktion. Um die Erlössituation der Betriebe zu verbessern, sollten Marktmodelle entwickelt werden, die zu einer höheren Wertschöpfung führen.
Dies sind die wichtigsten Schlussfolgerungen eines Berichtes der Universität Wageningen zu den Perspektiven der Wertschöpfungskette Schwein, die dem niederländischen Staatssekretär für Wirtschaft, Landwirtschaft und Innovation Henk Bleker vorgestellt wurden. Der Anlass für die Erstellung der Studie, war die Verschlechterung der finanziellen und wirtschaftlichen Situation der niederländischen Schweinehalter in einem sozialen Umfeld, dass immer höhere Ansprüche an den Produkt- und Fertigungsmethoden stellt.
Ferkelexport auf Deutschland konzentrieren Eine zukünftige Entwicklung des niederländischen Schweinesektor als "Kinderstube von Europa", dass heißt sich zunehmend auf die Erzeugung und den Export von Ferkeln zu spezialisieren, sehen die Forscher als nicht so wünschenswert an, weil diese Spezialisierung mit Risiken und unerwünschten Nebenwirkungen verbunden ist. Das bedeutet nicht, dass die Forscher sich gegen eine wesentliche Erhöhung der Ferkelexporte von aktuell 6.000.000 auf 11.000.000 Ferkel aussprechen. Die Empfehlung ist die Export-Anstrengungen vor allem auf Deutschland zu konzentrieren.
Anzahl der Betriebe wird sich halbieren Der Strukturwandel wird sich nach Meinung der Universität Wageningen im nächsten Jahrzehnt weiter fortsetzen. Die Zahl der Betriebe werde sich halbieren. Der Schweinebestand hingegen werde nur um etwa zehn Prozent reduziert werden. Für die Weiterentwicklung von Marktkonzepten ist nach Meinung der niederländischen Experten der Fokus auf Geschmack und Erfahrung zu legen und weniger für die Aspekte, die schwer an den Verbraucher vermitteln sind.
Quelle: agrarheute




















