Milchmarkt: Überraschend kräftiger Preissprung
Die Auktionspreise für Milchprodukte an der globalen Handelsbörse haben sich erholt. In der Handelsrunde Anfang Mai ging der gewichtete Preisindex für Milchprodukte noch um 2,4 Prozent zurück. An der globalen Handelsbörse für Milchprodukte (GlobalDairyTrade) haben die Auktionspreise sich überraschend deutlich erholt.
Am 5. Juni 2012 legte der gewichtete Preisindex für die gehandelten Milchprodukte um 13,4 Prozent (%) zu. Dies ist der kräftigste Preissprung bei einer Auktion seit September 2010. Damit sind Auktionspreise jedoch noch immer rund 28 % niedriger als im Juni vor 12 Monaten. Im Vergleich zur letzten Preisspitze vom März 2011 ist das Preisniveau derzeit rund ein Drittel niedriger.
Kräftigster Aufschlag für Milchfett Den stärksten Preissprung verzeichnete man bei dieser Auktion bei wasserfreien Milchfett (AMF). Hier zogen die Auktionspreise bei dieser Handelsrunde um 24,4 % an. Allerdings waren die Preise bei diesem Produkt in den letzten Monaten auch besonders stark eingebrochen. Trotz des kräftigen Aufschlages liegen die Preise noch immer gut 25 % unter dem Niveau vom Anfang dieses Jahres und sogar gut 50 % von der letzten Preisspitzte im Februar 2011 entfernt.
Fast 20 % teurer als bei der letzten Auktion wurde Anfang Juni außerdem Kasein gehandelt. Hier beträgt der Rückstand zu den Preisen vom Anfang des Jahres noch 15 % und zum den Höchstpreisen von Mitte letzten Jahres sogar knapp 40 %.
Käsepreise ziehe ebenfalls an Hier betrug der Preisaufschlag bei dieser Auktion immerhin 9,4 %. Gegenüber den Preisen vom Jahresanfang ist das jetzige Niveau allerdings noch immer 15 % niedriger. Mit einem Preisaufschlag von 10,9 % wurde außerdem auch Milchproteinkonzentrat (MPC) gehandelt. Hier standen die Preise in den letzten Monaten allerdings überdurchschnittlich stark unter Druck.
Im Vergleich zum Jahresbeginn ist das Niveau noch immer 30 % niedriger. Das einzige Produkt bei dieser Auktion mit rückläufigen Preisen war Kasein. Hier gab die Notierung jedoch nur leicht um 1,3 % nach.
Quelle: agrarheute





















