Milch: Zusatzabgabe von EUR 36,2 Mio.
Die österreichischen Landwirte haben im Milchquotenjahr 2011/12, das am 31.03. zu Ende gegangen ist, ihre Kontingente um 130.056 t überschritten. Das hat für die überliefernden Betriebe in Summe eine Zusatzabgabe von rund EUR 36,2 Mio. zur Folge. Dies geht aus vorläufigen Berechnungen der Agrarmarkt Austria hervor.
Die AMA geht bekanntlich in ihren Berechnungen für das Quotenjahr 2011/12 von einer nationalen Referenzmenge für Lieferungen (A-Quote) in der Höhe von 2,846.561 t aus. In dieser Menge ist die von der EU festgelegte jährliche 1%ige Quotenaufstockung bereits berücksichtigt. Im abgelaufenen Quotenjahr haben die österreichischen Bauern laut Meldung der Verarbeitungsbetriebe 2,938.417 t Milch an die Molkereien geliefert. Der durchschnittliche Fettgehalt der Rohmilch lag zwischen 4,18 und 4,19% und somit über dem zulässigen Referenzfettgehalt von 4,04%. Dies ergibt rechnerisch eine Fettkorrektur von 38.200 t, womit sich die Anlieferung auf insgesamt 2,976.617 t erhöht. Daraus resultiert eine vorläufige saldierte Überlieferung von 130.056 t oder 4,6%.
Auf EU-Ebene wurde für Quotenüberschreitungen eine Abgabe von 27,83 Cent je kg Milch beschlossen. Daraus errechnet sich für das abgelaufene Quotenjahr eine Zusatzabgabe von EUR 36,2 Mio. Auf Basis der endgültigen fettkorrigierten Daten je Lieferant (Meldefrist: 15.05.2012) kann sich laut AMA noch eine vermindernde Wirkung auf die Überschussabgabe ergeben. Die endgültigen Ergebnisse für 2011/12 wird die AMA voraussichtlich in der zweiten Junihälfte veröffentlichen.
Quelle: aiz




















