Mehr Rindfleisch in der EU
Der Rinderbestand der EU verringerte sich auch im Jahr 2011 weiter (-2,3 % gegenüber 2010). Zu dieser Entwicklung trug auch die Situation im Milchsektor bei. Die aktuellen Prognosen gehen für das abgelaufene Jahr bei der Erzeugung von Rindfleisch von einem Zuwachs um 1,8 % aus.
Beim Außenhandel mit Rindfleisch konnte die Union ihre Stellung als mengenmäßiger Nettoexporteur halten. Hauptfaktoren waren die unverminderte Nachfrage aus Russland und die Entwicklung des türkischen Markts nach Senkung der prohibitiven Zölle Ende 2010.
Die Rindfleischeinfuhren in die EU waren um 10 % niedriger als 2010, weil die Lieferungen aus Südamerika und aus Afrika wegen der geringeren Erzeugung der Hauptlieferländer und des Verbots der Einfuhren aus Botsuana schrumpften. Die Lieferungen aus den USA und Australien in die EU nehmen seit der Einführung eines neuen zollfreien Kontingents für hochwertiges Rindfleisch weiter zu.
Zuwächse sind auch aus Kanada, Uruguay und Neuseeland zu erwarten, die ebenfalls im Rahmen dieses Kontingents liefern können. Wegen der weltweiten Knappheit an Rindfleisch, die zu einer steigenden Nachfrage nach hochpreisiger Ware aus der EU geführt hat, dürften diese Ausfuhren um mehr als 30% angestiegen sein. Die Exporte in die Türkei haben sich bei Rindfleisch verdreifacht und bei lebenden Tieren verfünffacht.
Der EU-Gesamtverbrauch an Rindfleisch blieb 2011 mit einem Pro-Kopf-Konsum von 16,2 kg etwa auf dem Niveau von 2010. Die Erzeugerpreise stiegen in allen Kategorien (Jungstiere, Ochsen, Kühe und Kalbinnen) an
Quelle: proplanta




















