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"Industrielle Landwirtschaft" als Klimakiller?

Die Transformation der Agrarsysteme könne den Klimawandel stoppen, so Kleinbauernverter.

Global betrachtet gehöre die industrielle Landwirtschaft zu den größten Verursachern von Treibhausgasen. Massentierhaltung, der enorme Einsatz von synthetischem Dünger und der hohe Erdölverbrauch seien für die hohen Emissionen verantwortlich, meint die Menschenrechtsorganisation FIAN vor der Klimakonferenz in Paris.

Gleichzeitig würden Klimawandel und Wetterkapriolen die landwirtschaftlichen Erträge und damit das Recht auf Nahrung der Menschen gefährden. Bei den UN-Klimaverhandlungen in Paris würdem Konzerne die Gelegenheit ergreifen, um ihre sozial und ökologisch katastrophalen Produktionsmodelle mit einem klimafreundlichen Anstrich zu versehen. 

„Die Staatengemeinschaft ist den Menschenrechten, wie dem Recht auf Nahrung, Gesundheit oder Wohnen, verpflichtet. Mit einem weiter wie bisher werden diese Rechte durch die direkten Folgen des Klimawandels millionenfach verletzt. Die Lebensgrundlagen vieler Kleinbauern, Fischer oder indigener Gemeinschaften werden durch die in Paris diskutierten Instrumente weiter zerstört. Zu Klimagerechtigkeit gehört auch eine andere Wirtschaftsweise basierend auf menschenrechtlichen Verpflichtungen der Staaten“, so Brigitte Reisenberger von FIAN Österreich.

Die Allianz „Hands on the Land for Food Sovereignty“ rücke die Visionen und Bestrebungen derjenigen in den Mittelpunkt, die im Zentrum der Lösung für die Klima- und Nahrungskrise stehen: Die Kleinbauern, Hirten und Fischer selbst. „Um den Klimawandel zu bekämpfen und gleichzeitig ausreichend und qualitativ hochwertige Lebensmittel zu erzeugen, braucht es eine Kehrtwende in der Landwirtschaftspolitik und gänzlich andere Produktions- und Konsummuster. Weg von der dominanten industriellen Ausrichtung hin zu einem agrarökologischen Modell der Lebensmittelproduktion. Es braucht ein Arbeiten in Kreisläufen, einen nachhaltigen Umgang mit Boden und Wasser, den Schutz der Biodiversität und eine artgerechte Haltung von Nutztieren“, so Ludwig Rumetshofer von der ÖBV-Via Campesina Austria.

Erstellt am 29.11.2015

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