zur Navigation . zum Inhalt

Zum Seitenanfang springen .

home

  • Reichweitenjumbo Blickinsland
News

Freisetzungsversuche von GV-Pflanzen rückläufig

Foto: agrarfoto.com

Die Zahl der Freisetzungsversuche mit gentechnisch veränderten (GV-) Pflanzen geht in der EU weiter zurück. Lediglich in Spanien führen einzelne Unternehmen noch eine Reihe von Anbauversuchen durch. Dies teilte der Internetdienst www.biosicherheit.de, ein Projekt im Auftrag des Bundesforschungsministeriums mit.

Demnach nahmen die Freisetzungsanträge für GV-Pflanzen EU-weit von über 100 Neuanträgen im Jahr 2009 auf 41 bis Mai 2012 ab. Von den neuen Anträgen für das laufende Jahr kommen 30 aus Spanien, die restlichen elf verteilen sich auf Schweden, Irland, Dänema rk, Deutschland, Belgien, Tschechien, Ungarn und die Slowakei.

Unter den 41 Neuanträgen sind 27 Anbauversuche, die große Firmen wie BASF und Bayer mit bereits entwickelten GV-Pflanzen durchführen. Diese Projekte sollen fast alle in Spanien stattfinden. Getestet werden Mais, Baumwolle und Zuckerrüben, die gegen Schädlinge oder Herbizide resistent sind. Die übrigen Anträge kommen bis auf eine Ausnahme aus Universitäten und öffentlichen Forschungseinrichtungen. Bei einigen geht es um Grundlagen- und Sicherheitsforschung. Nur zehn neu beantragte Freisetzungen gehören zu Projekten, in denen Pflanzen mit neuen oder verbesserten Eigenschaften entwickelt werden. So ist an der Universität Lleida in Spanien die Freisetzung von südafrikanischem Süßmais geplant - mit deutlich mehr Vitamin A, C und E als konventionelle Maissorten. Der transgene Mais wurde maßgeblich von Wissenschaftern der Universität Frankfurt am Main entwickelt.

In Schweden wiederum werden von 2012 bis 2016 transgene Gerstenpflanzen freigesetzt, die weniger Stickstoffdüngung für ihr Wachstum benötigen sollen. Veränderte Wachstumseigenschaften sind auch das Thema bei den Versuchen in Belgien: Hier geht es um Mais, der höher wächst als bislang, ohne jedoch mehr Biomasse zu produzieren. Dieser könnte somit dichter gesät werden als herkömmlicher Mais. Des Weiteren werden in Spanien Pappeln getestet, die mehr Biomasse bilden sowie Mais- und Tabakpflanzen, die einen höheren Zucker- und Stärkegehalt für die Produktion von Bioethanol aufweisen.

Freisetzungsversuche sinken auch in Deutschland In Deutschland ist die Zahl der Freisetzungsversuche ebenso rückläufig wie auf europäischer Ebene. So fanden 2007 noch rund 80 Versuche statt, 2011 war deren Zahl bereits auf 15 zurückgegangen. In diesem Jahr soll auf zwei der vier verbliebenen Freisetzungsflächen, die das deutsche Standortregister für dieses Jahr ausweist und die alle vor 2012 beantragt wurden, erneut eine von BASF entwickelte, gegen den Pflanzenschädling Phythophthora resistente Kartoffel freigesetzt werden. Die Ursachen der rückläufigen Anbauversuche von GV-Pflanzen sehen Experten insbesondere in der weit verbreiteten Ablehnung dieser Pflanzen in der Öffentlichkeit, berichtet Dow Jones News.

Quelle: aiz

Suchen
Werkzeuge
Leserbrief an die Redaktion schreiben.PDF-Version dieser Seite.Diese Seite drucken.Diesen Link senden.
Lebensmittelbuch online
unsere Angebote