EU-Schweinemarkt: Lage stabilisiert
Nach den Turbulenzen in der vergangenen Woche hat sich die Lage am EU-Schweinemarkt jetzt wieder stabilisiert. Quer durch die Union werden unveränderte Mastschweine-Notierungen gemeldet. Die Ausgewogenheit am Markt rührt primär von den geringeren Schlachtzahlen und Schlachtgewichten. Absatzseitig jammert die Branche in Europa über massive Erlösschmälerungen beim Export nach Asien.
Der Grund dürfte ein Preiskampf mit billigen Angeboten von Wettbewerbern aus Nord- und Südamerika sein. In Deutschland, wo die Notierung diese Woche unverändert bleibt, pla nen einzelne Schlachtunternehmen, eigene Notierungen herauszugeben. Ob dies Drohgebärden oder ernst zu nehmende Initiativen sind, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.
Das Angebot an schlachtreifen Schweinen weist am deutschen Markt seit einigen Tagen eine rückläufige Tendenz auf. Gleichzeitig werden von den Schlachtbetrieben wieder zunehmend Schweine nachgefragt, sodass sich die stockenden Absatzmöglichkeiten der letzten Zeit inzwischen wieder deutlich aufgehellt haben. Für die kommende Schlachtwoche werden somit mindestens stabile Auszahlungspreise erwartet, berichtet die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN).
Österreichs Mäster hoffen auf Grillwetter In Österreich konnte das Schweineangebot vergangene Woche gänzlich abgesetzt werden. Manche Schlachtpartien mussten jedoch mehrfach disponiert werden, um zum endgültigen Bestimmungsort zu gelangen. Auch hierzulande laufen also die Warenströme zäh. Am Fleischmarkt läuft das Inlandsgeschäft etwas besser, insgesamt ist die Stimmung durch Probleme beim Russland- und Asienexport belastet. Vor diesem Hintergrund wurde der Mastschweine-Notierungspreis der Schweinebörse auf Vorwochenniveau fixiert. Er liegt also weiter bei EUR 1,58 (Berechnungsbasis: EUR 1,48 je kg).
"Veränderungen beim Fleischexport nach Asien sind erfahrungemäß träge. Daher wird das Wetter in nächster Zeit die Richtung der Notierungen stark mitbestimmen, vermutlich in der Region zwischen seitwärts und aufwärts ", fasst Johann Schlederer von der Österreichischen Schweinebörse die kurzfristigen Marktaussichten zusammen.
Quelle: aiz




















