EU: Käfigverbot bei Legehennen erhöht Eierpreise
In der EU sind die Preise für Eier deutlich angestiegen. Vor allem das Angebot an Eiern für die Verarbeitungsindustrie ist zurückgegangen. Die EU-Kommission geht davon aus, dass das Angebot durch die Umstellung der Käfige niedriger ist. Nach Ostern habe sich die Lage wieder bereinigt, ist die Kommission zuversichtlich. Schließlich habe die Umstellung in Deutschland im Jahr 2010 auch nur rund vier Monate lang das Angebot verknappt.
Im Verwaltungsausschuss verteilte die Kommission Zahlen, nach denen Verarbeitungseier EUR 1,00 bis EUR 1,05 je kg kosten und dam it rund 75% mehr als vor einem Jahr. Die Verarbeitungsindustrie beklage einen Angebotsrückgang in Italien und in Frankreich von 40%, im Vereinigten Königreich von 19%. Für Frischeier liege in der EU der Preis bei EUR 1,35 bis EUR 1,37 je kg und damit um 35% über den Preisen von 2011. Gestern hat die EU-Kommission Vertragsverletzungsverfahren gegen 13 EU-Mitgliedstaaten eingeleitet, in denen es noch verbotene Käfige gibt.
Österreichischer Eiermarkt: Preissituation derzeit stabil In Österreich, wo der Ausstieg aus der Käfighaltung bekanntlich früher als in den meisten EU-Ländern erfolgte, ist die Preissituation am Eiermarkt derzeit stabil. Der Direktverkauf von Eiern läuft auf sehr ausgeglichenem Niveau. Das Angebot fällt durch die vorösterliche Umstellungsphase etwas geringer aus, teilt die AMA mit.
Vergangene Woche kam es im heimischen Bodenhaltungssektor in allen Gewichtsklassen zu einer Reduzierung der Packstellenabgabepreise. Bei Eiern aus Freilandhaltung wurde in der Kategorie XL ein höherer Erlös erzielt, während es in den Gewichtsklassen L, M und S zu einem Rückgang kam. Für Eier aus biologischer Erzeugung sank der Preis in jeder Gewichtsklasse.
Quelle: aiz















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