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Deutsche Schweinehalter ärgert Preissenkung

Foto: agrarfoto.com

Die deutschen Schweinehalter sind verärgert über die jüngste Senkung der Schweinepreise durch führende Schlachtkonzerne. Am vergangenen Donnerstag hatte der Branchenriese Vion für die Folgewoche eine Reduzierung des Auszahlungspreises auf EUR 1,60 pro kg Schlachtgewicht angekündigt.

Dabei notierten Mastschweine auf der Börse der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) noch am Freitag mit einem Basispreis von EUR 1,715 pro kg. Die Ankündigung von Vion veranlasste jedoch weitere große Schlachtunternehmen, ebenfalls ihre Erzeu gerpreise zu kürzen.

Die ISN kritisierte das Verhalten der Schlachtbetriebe auf das Schärfste. Der von den Konzernen ausgeübte enorme Preisdruck entspreche keineswegs der tatsächlichen Marktlage, stellte ISN-Marktreferent Matthias Quaing fest. Der Markt sei ausgeglichen, ein Überangebot nicht festzustellen. ISN-Geschäftsführer Torsten Staack sprach von "purer Panikmache, um die deutsche Leitnotierung künstlich niedrig zu halten ". Das unsägliche Vorgehen sei bei Vion seit Beginn des Jahres schon mehrmals zu beobachten gewesen. Quaing bemerkte, Vion habe "dem Anschein nach nichts mehr zu verlieren ". Die Erzeuger würden nicht nur mit verlängerten Zahlungszielen, sondern auch mit völlig abwegigen Preisforderungen vor den Kopf gestoßen.

Der Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Franz-Josef Möllers, sprach von einem Affront gegen die Schweinehalter, die mit steigenden Futterkosten zu kämpfen hätten. Statt auf ein für die rentable Schweinehaltung lebensnotwendiges, höheres Preisniveau hinzuarbeiten, hätten die Schlachtunternehmen leichtfertig gegenüber dem Lebensmitteleinzelhandel nachgegeben. Fast zum gleichen Zeitpunkt wie im vorigen Jahr sei ein positiver Preistrend einfach abgebrochen und damit ein verheerendes Signal an den Einzelhandel gegeben worden. Als besonders ärgerlich wertete Möllers, dass die Lage in der Branche bereits seit Tagen schlecht geredet worden sei. Verantwortliches Handeln in der Wertschöpfungskette sehe anders aus.

Quelle: aiz

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