BayWa erzielt hohe Gewinne durch Energiesparte
Europas größter Agrarhändler BayWa hat die deutsche Energiepolitik scharf kritisiert. Seit dem Beschluss zur Energiewende vor über einem Jahr sei kaum etwas passiert, sagte Vorstandschef Klaus Josef Lutz auf der Hauptversammlung in München.
«Hier wird Zeit auf fast schon verantwortungslose Art vertan durch endlose Diskussionen und Wahlkampfgeplänkel», sagte Lutz. Dann «wird wie jüngst wieder wilder Aktionismus betrieben und Gesetze zur Kürzung der Einspeisevergütungen beschlossen, die in ihrer Art und Weise der ganzen Solarindustrie schaden und dann noch nicht einmal den Bundesrat passieren.»
Die BayWa hat im ersten Quartal auch dank des neuen Geschäftsfeldes regenerative Energien einen überraschend hohen Gewinn erzielt. Der Agrar- und Baustoffhändler sei «heute in Europa einer der größten, wenn nicht sogar der größte Projektierer in den strategischen Wachstumsmärkten Solar, Wind und auch Biogas», sagte der BayWa-Chef und verwies auf Anlagen von Großbritannien bis Kalifornien und Texas. Von der Krise der deutschen Solarhersteller sei die BayWa nicht betroffen.
Im vergangenen Jahr hatte die im MDax notierte BayWa 9,6 Milliarden Euro umgesetzt und 151 Millionen Euro operativen Gewinn erwirtschaftet - jeweils ein Fünftel mehr als im Vorjahr. Die Dividende soll jetzt ebenfalls um ein Fünftel erhöht werden. Die BayWa AG gehört zu 60 Prozent Raiffeisen-Genossenschaften, die restlichen Aktien sind in Streubesitz.
Quelle: aiz




















