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25 Millionen Euro Spätfrost-Schäden

Versprechen rasche Schadenserhebung nach spätem Frost: Weinberger, Pernkopf; Foto: Hagelversicherung

Die unter Bauern gefürchteten meteorologischen Gedenktage an die „vier Eisheiligen“ Pankratius, Servatius, Bonifatius und die „kalte Sophie“ (12. bis 15. Mai) waren bereits vorbei, als Spätfrost bis zu minus 5 Grad Celsius in der Nacht von „Christi Himmelfahrt“ auf Freitag 18. Mai in Ostösterreich sowie Teilen der Steiermark massive Frostschäden in der Landwirtschaft von 25 Millionen Euro verursacht hat.

Am schwersten betroffen ist Niederösterreich mit einem Gesamtschaden von mehr als 20 Millionen Euro. Von den tiefen Temperaturen unter 0 Grad Celsius schwer in Mitleidenschaft gezogen wurden vor allem Wein, aber  auch Ackerkulturen wie Kürbis, Kartoffeln, Sonnenblumen und Soja sowie die Spezialkulturen Christbäume und Erdbeeren.

Im Weinbau dürfte das volle Schadensausmaß erst in einigen Wochen feststehen, betonen die Experten der Landwirtschaftskammernn sowie der Österreichischen Hagelversicherung. Laut ersten Schätzungen sollen rund 6.000 Hektar Wein – das ist rund ein Viertel der Weinfläche Niederösterreichs – arg in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Abgefroren sind auch die noch jungen Kürbistriebe, das zart sprießende Kartoffelkraut oder die jungen Triebe von Christbaumkulturen.

Die Höhe der Schäden wird auch mit dem bisherigen milden Witterungsverlauf und damit der bereits fortgeschrittenen Vegetation der Kulturen begründet. In weiten Teilen Österreich wurde heuer der wärmste März seit Beginn Aufzeichnungen registriert.

Laut dem Vorstandsvorsitzenden der Österreichischen Hagelversicherung, Kurt Weinberger, sollen die eingetretenen Schäden nun rasch erhoben werden, damit versicherte Bäuerinnen und Bauern schnell zu ihrer Entschädigung kommen. Die Österreichische Hagelversicherung versichert Frost seit 1995. Wie Agrarlandesrat Stephan Pernkopf betont, steuere das Land 25 Prozent zur Versicherungsprämie bei. Insgesamt beläuft sich dieser Zuschuss zur Frostrisikovorsorge im Rahmen der Mehrgefahrenversicherung auf rund 600.000 Euro. Allerdings haben gerade in den typischen Grüner Veltliner und Zweigelt-Weinbauregionen rund um Fels am Wagram oder im Pulkautal vor allem viele Weinbauern keinen Versicherungsschutz, extremer Spätfrost wie heuer gilt dort eher als ein Ausnahmephänomen.
BERNHARD WEBER

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