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140 Jahre Universität für Bodenkultur Wien

Rektor Gerzabek Foto: BOKU

Die Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) feiert ihr 140-jähriges Bestehen. 1872 als landwirtschaftliche (und ab 1875 land- und forstwirtschaftliche) Hochschule gegründet, startete die Bildungseinrichtung mit einigen wenigen Professoren und nur 70 Studenten. Heute - 140 Jahre später - ist die BOKU eine moderne Life-Science-Universität mit rund 11.000 Studierenden und 2.000 Mitarbeiter(inne)n.

Mehr als 1.500 Studenten schließen jährlich in neun verschiedenen Bachelor- und 25 Masterstudien (zehn davon in Englisch) ihre Ausbildung erfolgreich ab. Rund ein Drittel d es Uni-Budgets stammt aus Projektverträgen.

"Als "Universität des Lebens " nimmt die BOKU eine besondere gesellschaftliche und politische Verantwortung wahr: Hier werden Möglichkeiten zur nachhaltigen Nutzung und damit zur Sicherung natürlicher Ressourcen erforscht und vermittelt. Basierend auf einem Drei-Säulen-Modell wird in Forschung und Lehre darauf geachtet, dass naturwissenschaftliche und technische Aspekte mit sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Themen kombiniert werden ", betont BOKU-Rektor Martin Gerzabek.

Das Green Metric University Ranking 2011 kürte die BOKU im gesamten deutschsprachigen Raum zur besten Universität im Bereich Nachhaltigkeit. Auch die Studierenden Österreichs sind von der Qualität der BOKU überzeugt, das sie in der Wahl zur beliebtesten Universität (ex-aequo mit der TU Graz) kundtaten.

BOKU-CO2-Kompensationssystem gestartet Eines der "Leuchtturmprojekte " für Nachhaltigkeit an der BOKU sei das Kohlendioxid (CO2)-Kompensationssystem. Damit sollten CO2-Emissionen des weltweiten Flugverkehrs durch Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern eingespart werden. Denn für das Weltklima sei es unerheblich, wo genau auf der Welt Treibhausgase (THG) in die Atmosphäre emittiert werden und wo sie eingespart/gebunden werden. THG- beziehungsweise CO2-Emissionen seien genau berechenbar - andererseits könnten aber auch bei Klimaschutzprojekten die eingesparten oder gebundenen Mengen an CO2 berechnet und schließlich die Kosten für eine vermiedene Tonne CO2 ermittelt werden.

Das Kompensationssystem wurde bereits Anfang November 2011 BOKU-intern gestartet und ist Teil eines nachhaltigen Mobilitätssystems der Universität. Die Möglichkeit, CO2 zu kompensieren, wird ab heute, Donnerstag, österreichweit angeboten. Zielgruppen sind Unternehmen sowie öffentliche und private Einrichtungen (auch Privatpersonen), die ihre Flugreisen kompensieren wollen. Unter den ersten Großkunden befinden sich die Oesterreichische Entwicklungsbank (OeEB), die Austrian Development Agency (ADA) sowie Gugler Cross Media.

Das erste Klimaschutzprojekt der BOKU, das über das CO2-Kompensationssystem erweitert wird, ist eine laufende Forschungsarbeit zur Aufforstung in Nord-Gondar (Äthiopien), die partizipativ mit der lokalen Bevölkerung geschieht. Hier werden große Mengen an CO2 durch den Aufwuchs der Bäume gespeichert und gleichzeitig unter anderem sehr positive Wirkungen für den Bodenschutz, den Wasserhaushalt sowie die Artenvielfalt erzielt. Ausgewählt werden die Projekte von einem wissenschaftlichen Beirat, bestehend aus BOKU-Mitarbeitern und externen Experten.

Quelle: aiz

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